Amref Schweiz wurde an der Weltgesundheitsversammlung in Genf vorgestellt

Chiara Polti (links), Ansprechpartnerin bei Amref Schweiz, spricht vor den Versammelten in Genf

Am Vorabend der 79. Weltgesundheitsversammlung (WHA)wurde der anhaltende Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite von der Weltgesundheits Organisation (WHO). Als leidenschaftlicher globale Gesundheitsfachleute Praktiker und politischepolitische Entscheidungsträger kamenin Genf zusammen, im Kampf gegen Ebola stand bei allen ganz oben auf der Gedanken.

Der Konzern-CEO von Amref Health Africa, Dr. Ginthinji Gitahi, war am Montag, dem 18. Mai, Ehrengast bei der offiziellen Gründung von Amref Schweiz. In seiner Grundsatzrede bezeichnete er den Ausbruch als Beispiel dafür, was im globalen Gesundheitswesen schiefläuft. 

„Diejenigen, die bereits durch Ebola ihr Leben verloren haben, wurden von ihren nationalen Gesundheitssystemen – und von der Welt – im Stich gelassen“, sagte er: Denn die bestehenden Systeme waren nicht in der Lage, von vornherein zu verhindern, dass sie erkrankten. Wenn globale Gesundheitssysteme zweckmäßig und zukunftssicher sein sollen, so Dr. Gitahi, müsse der Schwerpunkt auf Prävention und die Grundpfeiler guter Gesundheit verlagert werden: cBeteiligung der Bevölkerung, Stärkung der Bevölkerung und Grundrechte wie Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Ernährung. 

„Gesundheit beginnt zu Hause“

Die Auftaktveranstaltung war ein freudiges Ereignis – doch im Mittelpunkt stand dabei eine ernste und dringende Aufgabe. Dr. Gitahi erinnerte die Anwesenden daran, dass man angesichts der hochrangigen Diskussionen in Genf nur allzu leicht aus den Augen verliert, dass „Gesundheit zu Hause, in der Gemeinschaft, beginnt“. 

„Wenn ich an solchen Gesprächen [wie denen, die auf der Weltgesundheitsversammlung stattfinden] teilnehme, bin ich zutiefst frustriert“, sagte Dr. Gitahi. „Und ich weiß, dass Sie diese Frustration teilen“, sagte er und wandte sich dabei an die Freunde, Unterstützer und Partner im Saal. Als Beispiel hob er die Fortschritte hervor, die in den letzten Jahren dabei erzielt wurden, Frauen dazu zu ermutigen, in Gesundheitseinrichtungen statt zu Hause zu entbinden – wies jedoch auf die ernüchternde Realität hin, dass heute 70 % der Todesfälle bei Schwangeren in Einrichtungen passieren.  

„Die Tatsache, dass eine Frau in einer Einrichtung ihr Leben und das ihres Kindes verlieren kann, ist inakzeptabel“, sagte er. „Etwas läuft immer noch nicht rund, und gerade in einer viel früheren Phase – der Prävention – müssen noch Fortschritte erzielt werden.“ 

„Eine Frau, die in einer Einrichtung stirbt, wurde zuvor auf kommunaler Ebene im Stich gelassen.“ 

Wie es nun weitergeht – gemeinsam

Zum Abschluss hieß Dr. Githinji die Anwesenden in der wachsenden Amref-Familie willkommen. Er forderte sie auf, ihren Einfluss zu nutzen, um Gesundheitssysteme zu gestalten, die von der Basis aus aufgebaut werden und die Gemeinden einbeziehen und stärken. 

Er räumte ein, dass es aufgrund von Haushaltskürzungen und sich ändernden Prioritäten der Geldgeber vielleicht schwieriger denn je sei, diese Bemühungen zu finanzieren. Als neuestes Mitglied der Amref Health Africa-Familie wird Amref Schweiz jede Gelegenheit nutzen, um sich für „gerechte, nachhaltige Gesundheitssysteme, die den Menschen dort dienen, wo sie leben, arbeiten, lernen und spielen“ einzusetzen – und Mittel dafür zu beschaffen.  
 

 

Das Team von Amref Health Africa Schweiz möchte sich ganz herzlich bei allen bedanken, die gekommen sind, um den Beginn dieses neuen Kapitels in der Geschichte von Amref mit uns zu feiern. 

Wenn Sie an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Chiara Polti, Ansprechpartnerin bei Amref Health Africa Schweiz, unter [email protected].